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27 February 2025 · 58 min

Ep. 4: Zwei Startups, Zwei Erfolge – Klaus Huber über Gründergeist, Energieinnovation & Flottenelektrifizierung

In dieser Folge geht es um Gründen in der Energiebranche – und wie man es gleich zweimal erfolgreich macht! Mein Gast Klaus hat zwei Unternehmen aufgebaut und zeigt, wie Leidenschaft, Kompetenz und Netzwerke entscheidend sind. Besonders spannend: Er kam als Branchenfremder in die Energie- & E-Mobilitätswelt und wurde trotzdem erfolgreich. 💡 Was sind seine Learnings & Tipps für angehende Gründer? Welche Herausforderungen und Chancen sieht er für die Zukunft der Elektrifizierung von Flotten und der Energie-Branche? 📢 Lasst euch inspirieren & erfahrt, was es braucht, um in der neuen Energiewelt durchzustarten!

Transcrição

Welcome to the Smart Charge by RiDERgy Podcast. This is Claudio Geyken, Founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.

Ja. Hallo, Klaus. Schön, dass du heute dabei bist. Wie geht's dir heute? Hallo, Claudio. Vielen Dank für die Einladung. Mir geht's bestens. Das ist schön, dass du es heute auch von München bin ich auch beim Simon Herzog. Der kam auch aus München. Da haben wir es auch noch geschafft. Schön, dass es mit dir auch hier klappt. Und was hat dich noch mal hier nach Berlin gebracht? außer natürlich die Aufnahme. natürlich du und viele andere Energiethemen, die ich in diesen zwei Tagen besprechen will. Hauptsächlich Speicher Energiespeicher

in Kombination mit Ladelösungen. Und da werde ich morgen auch die Veranstaltung vom BVES besuchen. Na, BVES für die Hörer ist der Speicherverband genau der Bundesverband für Energiespeichersysteme, Batteriespeicher. Ich denke, die machen auch Wasserstoff und andere Speichergeschichten. aber das größte Thema sind auf jeden Fall die Batterie batterieelektrischen Speicher. Ja, ein Thema, was sehr stark am Kommen ist bei der E-World. Insbesondere letzte Woche oder vor zwei Wochen gab es ja eines der Hauptthemen, glaube ich, wie viele Speicher jetzt wirklich auch kommen. Genau. Also die Stimmung in dem

Bereich könnte gar nicht besser sein vom kleinen transportablen Camping Power Cube sozusagen bis hin zu 100 Megawatt Grossspeichersystemen. Auf allen Ebenen sind die Leute da sehr positiv gestimmt. Ja, ja, bevor wir das vielleicht nochmal vertiefen. Das Thema. Ich glaube, da hatten wir schon angedeutet, dass das vielleicht noch mal ein Thema ist. Bald für dich. Schauen wir erst mal einen Blick zurück und holen die Hörer ab. Vielleicht kannst du ein bisschen sagen, was so dein Hintergrund ist. Kannst beliebig nach hinten gehen, wie du willst, wie du

dich normalerweise beschreibst. Und dass wir wissen, so wer Klaus Huber so ist. genau. Also ich bin ja schon ein bisschen älter und habe eine lange berufliche oder auch erlebnisreiche private Geschichte. Ich habe mich mit dem Thema Energie eigentlich als Student überhaupt nicht befasst, sondern habe Literaturwissenschaft studiert und viele. Themen im Bereich Politik, Theater, Literatur als Studienthemen gehabt und fand das alles zu Studienzwecken gut, aber wollte beruflich was ganz anderes machen und bin dann sehr schnell in der Beratung Strategieberatung gelandet bei damals B Ellen und Hamilton

genannt, der große Unternehmensberatung. habe mich aber immer schon mit dem Thema Aufbau neuer Geschäftsmodelle beschäftigt, damals eben Mobilfunk, Internetdienstleistungen, wie das damals hieß und seit ungefähr den 2000er Jahren, dann aber mit Solarenergie BV und kam so über verschiedene Seiten Projektierung, Finanzierung. am Ende 2007 zu dem Thema Biomethan und habe zusammen mit einem Ex-Arbeitskollegen eine Biomethan-handelsplattform gegründet. Die BMP Green Gas BMP steht für Biomethan-plattform, also ein Handelshaus für Biomethan. Weil wir so fokussiert auf Biomethan sozusagen losgestartet sind, waren wir sofort und immer der größte Händler, den

es gab. Und die Bimpi Green Gas ist auch heute noch großer Händler am deutschen Markt. Habe mich auch gefreut, sie in Essen auf der E-World mit einem großen Stand zu sehen. und dieses Thema habe ich bis circa 2011 angeschoben und danach mich auf Mobilität und erneuerbare Energien fokussiert. Na ja, und da landet man recht schnell beim Thema Elektromobilität. Und das war 2010 noch sehr früh und auch zu früh für manche Geschäftsmodelle. Und so ging es mit anderen Ideen ein Stück weit. einige Zeit lang weiter, bis

wir 2014 Robin geißler und ich uns mit ähnlichen Ideen getroffen haben und überlegt haben, wie man Dienstleistungen im Bereich Mobilität Elektromobilität anbieten kann, bei denen man also erneuerbaren Strom und Mobilität zusammenbringt. Okay? Ja, das werden wir gleich vertiefen, bevor wir das machen. Kannst du noch mal uns abholen. Das war ja dann quasi eine Gründung dieses Marktplatzes. Wie kam es zur Gründung des ersten der ersten Firma? Dann? Wie hast du dann den Mut geschöpft damals, dass du auch wusstest. Okay, hier ist viel Potenzial. Und das, das

dann auch gleich die erste Firma war. Wenn ich es richtig verstanden habe für dich, die ja dann nach wie vor dann existiert, dementsprechend auch noch nachhaltig erfolgreich ist. Genau. Also damals war das Modell auch wie so häufig aus, äh. zwei wesentlichen Faktoren gegründet. Das eine ist Es hat sich gesetzlich oder technologisch was geändert am Markt. Und das andere war einfach Glück und zum richtigen Zeitpunkt die Gelegenheit gesehen. Also der erste Punkt war der deutsche Gasmarkt wurde liberalisiert. Man konnte als Privatunternehmen Gashändler werden. Das zweite war

Man konnte Biogas so technologisch so aufbereiten, dass es eben Erdgasqualität hat, also chemisch stofflich Methan ist und damit ins deutsche Erdgasnetz einspeisefähig war. Also diese zwei gesetzlichen und technologischen Änderungen haben dazu geführt, dass man Biomethan im Gasnetz überhaupt stofflich vorhanden hatte. Und damit entstand natürlich die Frage Wie verteile ich das? Wie verkaufe ich das? Wie handle ich das? Wie transportiere ich das? Und die der zweite Teil der Geschichte sozusagen die. Die glückliche Situation war, dass eben ein Ex-Arbeitskollege von mir ein Biomethane-inspeiseprojekt begleitet hatte, die erste

deutsche Einspeiseanlage in Plining bei München mit aufgebaut hatte. Und die war eben 2007 baufertig in Betriebsbereit. Und somit kam folgerichtig die Idee auf Wir müssen jetzt eine Handelsplattform gründen, damit dieses Biomethan gehandelt werden kann. und diese zwei Punkte genau haben wir uns dann eben so zurechtgelegt, dass der eine auf Produktion und Projektentwicklung, der andere auf Handel sich fokussiert hat und wir daraus ein Start-up namens BMP Green Gas gegründet haben. einem Ausflug, wenn du so willst, einem Offsite oder einem Strategy-Workshop am Walchensee. Und wir blieben einfach

so lange zusammen, bis wir einen Namen hatten. Interessant und im Sinne des, weil es in diesem Podcast auch zum Teil viel um intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen gibt, aber auch eingebettet im Energiesystem. Biomethan. Wie siehst du da, wie sich das entwickeln wird in der Zukunft in Deutschland, in der Welt. Es ist vielleicht ein Thema, das nicht so stark jetzt im Vordergrund steht wie Wind und Sonne und Batteriespeicher. Aber Gas natürlich als wichtige Energiequelle. Auch in der Zukunft wird das stärker kommen. Was sind so Trends, die du

siehst bei Biomethan? Meine persönliche Einschätzung wäre, dass Biomethan 11 Markt ist, der auf einem stabilen Plateau sich weiterentwickeln wird, der nicht sehr viele Innovationen oder sehr viele neue Nutzungspfade erschließen kann. Biomethan ist heute schon in verschiedenen Bereichen für Wärmeerzeugung, Stromerzeugung als auch Treibstoff, Kraftstoff im Mobilitätssektor verwendet. Und ich denke, mit der Skalierbarkeit von Wasserstoff oder grüner Wasserstofferzeugung wird Biomethan einfach seinen Anteil und seine Bedeutung ein bisschen kleiner werden sehen. Somit glaube ich, dass. biometran einfach nicht in der Weise skalierbar ist wie andere Energieträger. Und das

war auch ein Grund für uns, um zu sagen, wir möchten in den Bereich Strom weiterentwickeln. weil wir dort einfach viel mehr Entwicklungspotenzial sahen. Ja, noch mal zur Abholung als Kontext. Die mangelnde Skalierbarkeit erschließt sich meines Wissens daraus, weil wir einfach nicht genügend Anbaufläche haben, weil es ja viel aus der Landwirtschaft kommt. Dieses Biomethan. Genau. Also die Stoffströme sind einfach. nicht in der Weise skalierbar wie Energieproduktion für Strom. Und insofern ist das immer eine Flächenkonkurrenz, die auch in Deutschland sehr richtigerweise sehr stark diskutiert wird. Und wenn

man global auch sich das Thema ansieht, dann ist das einfach immer ein Nischenprodukt, weil es in Konkurrenz zu vielen anderen Ressourceneinsätzen steht. Ja, und nochmal nachgefragt. Wie kam dann dieser Abschluss von der Firma? Wie? Wieso hast du dich dann? Die Firma gibt's ja noch. Wie kam die Entscheidung dann jetzt, jetzt zur nächsten Firma. Es war ein Punkt, denke ich, an dem das Geschäftsmodell etabliert war. Wir hatten ein Portfolio aufgebaut in Deutschland. Und das ist dann immer die Frage. Auch die Firma war 30:40 Mann groß. Wie

schauen die nächsten Schritte aus? Also will man sich internationalisieren? Will man in den Bereich Wasserstoff gehen? Will man mit einem großen Partner sich zusammentun? Will man. die den Fokus auf Wachstum einer Belegschaft, einer Mitarbeiterschaft legen. Für mich war immer klar. Ich bin gut im Gründen und Aufbauen. Und eine Firma, die 30, 40 Mitarbeiter hat, gewinnt dann einen neuen Charakter und benötigt andere Kompetenzen, andere Führungskräfte, andere Entscheidungsregeln und Das hat mir nicht so behagt, wie was Neues zu machen. Und diese Gelegenheit, was Neues zu machen, hat

sich eben ergeben. Und insofern genau habe ich dann verlockender gefunden, mich einem neuen Thema zuzuwenden. Und nochmal abschließend zu der Phase. gabs denn Höhepunkte und und Punkte auch, wo du die Firma hättest beinahe schließen müssen. Und. Und was war so dann die Motivation, dann weiterzumachen? Nur dass man da versteht. Meistens ist es ja ein bisschen so ein Rollercoaster bei der ersten Firma. ähm Wir haben auch viele Gründer, die zuhören, die vielleicht ihre erste Firma nicht so erfolgreich dann gestalten konnten wie du. Vielleicht hast du auch

ein paar Tipps da in die Richtung. Also zum einen ist sehr gut, wenn man Jugendliche Zuversicht hat beim Aufbau eines Unternehmens und man vielleicht im positiven Sinne mit einer gewissen Gedankenlosigkeit seine Idee verfolgt. Das hilft bestimmt. Wir hatten. auch in der Anfangsphase von vielen Experten oder praktisch Praktikern aus dem Bereich Handel, Handel von Rohstoffen, von Energie. uns sagen lassen. Wir müssten mindestens 20 bis 30 Millionen Euro investieren, um so eine Handelsplattform aufziehen zu können. Und diesen Betrag haben wir nicht investiert. Wir hatten auch übrigens in

dem Fall keine Finanzierungsrunden, sondern haben das mit einem Startkapital selber hochziehen können und Insofern kann ich also aus der Sicht nur sagen gar nicht entmutigen lassen, sondern die Idee wirklich verfolgen und zu sehen, dass man die richtigen Anpassungen vornimmt. Es gab natürlich immer wieder auch kritische Fragen. Ist Biomethan überhaupt marktfähig? Ist Biomethan ein reines EEG-Förderprodukt, also EEG für Erneuerbare Energien Gesetz? ist Biomethan in Deutschland überhaupt eine richtige Energieart, richtiger Energieträger. Also diese diese Auf- und Ab- Überlegungen, die sind völlig normal und wir hatten. Ja, vielleicht

eben Tüchtigkeit und Glück. Und auch gute Mitarbeiter, mit denen wir das erfolgreich aufbauen konnten. Ja, spannend. Und dann, wie gesagt, die zweite Firma nahm seinen Lauf. Und wie war da? Dann waren da die ersten Schritte. Und wie seid ihr da umgegangen, oder was? Habt ihr direkt auch die gleiche Idee gehabt? Oder habt ihr dann gepivotet? Neudeutsch. Wie kann man sich das vorstellen? Ja. Also Robin und ich kannten uns ja dann 2014 schon sieben Jahre lang und hatten mit zwei weiteren Mitarbeiterinnen, die auch aus der früheren

Firma uns lange bekannt waren, ein Vierer-team zum Start, das sehr hilfreich war, um. gemeinsam aktiv zu werden. Also, wir hatten einfach. Wir kannten uns gut. Wir hatten gleiche Überzeugung für die stoßrichtung, für die Arbeitsart, für die Idee, die uns da voranbringt und. Im Jahr 2014 haben Robin und ich uns aus verschiedenen Blickwinkeln diesem Thema genähert. Generell gilt ja, wir haben das Geschäftsmodell der E-mobility aus dem Bereich Energie heraus eigentlich entwickelt, also nicht aus dem Fahrzeugbereich, sondern für uns war die Idee in einem ganz abstrakten Sinn

Ein Elektrofahrzeug ist wie ein mobiler Batteriespeicher. Diesen mobilen Batteriespeicher kann ich bewirtschaften. Also, ich kann ihn laden oder entladen, indem ich ihn mit einem Netz verbinde. Und gleichzeitig biete ich jemand anderem eine Ladelösung, damit er. die andere Funktion des mobilen Speichers, nämlich ich habe ein Fahrzeug, mit dem ich rumfahren kann, erleben kann und. diese Gründung war. auch getrieben von der Idee, dass wir gedacht haben, dass Elektrofahrzeuge werden sich durchsetzen. Wir hatten ja erste Modelle am Markt auch gesehen. Wir hatten Lift Tesla Model S. Genau der

Zoe war da. Wir haben alle auf das Model drei gewartet. Bis sehr lange. Das natürlich. Und wir hatten auch da wieder Glück. Wir haben unseren ersten Kunden zufällig im Aufzug von der Tiefgarage ins Office kennengelernt. Eine andere Firma in dem Gebäude, die sich mit dem Thema beschäftigt hat und. Da waren wir natürlich total enthusiastisch. Ja, den ersten Flottenkunden schon vor Gründung an Bord. Und mit dem zusammen bauen wir jetzt dieses Energiesystem auf. Mittelständler, oder wie kann man sich das vorstellen? Genau das war eine mittelständische Firma

für It- Dienstleistungen. Also hat auch im Sinne von Arbeitgeberattraktivität Elektrofahrzeuge promotet und. Damit hatten wir Zugang zu einer Flotte sozusagen, die auch wachsen wird, hatten wir damals eben schon so absehen können und zum anderen auch auf der IT-Seite ein bisschen Unterstützung, was ja sowieso auch nötig war für unser Backend und die App. Und, äh, damit also standen wir schon mal ganz enthusiastisch am Anfang da, hatten auch gleich eine Angelrunde und waren wirklich in bester Stimmung, bis sich dann im Laufe des Jahres 2015 eigentlich rausgestellt hat

dass die. der Absatz an Elektrofahrzeugen einfach überhaupt nicht vom Fleck kommt. weißt du noch zufällig, was die Zahlen noch 2015 aus dem Kopf waren? Also ich denke, so 100 Fahrzeuge im Monat war damals so eine Run Rate. Und es war auch überhaupt nicht abzusehen, dass da jetzt viele Modelle auf den Markt kommen werden. und dann auch hier wieder ein, also zwei unplanbare Events, wenn du, wenn du so willst. Also zum einen im September 2015 die Nachricht vom Dieselskandal bei VW. Die amerikanische Umweltbehörde veröffentlicht diesen Bericht

Und es war ganz kurios, weil an dem der Bericht kam am Freitag, glaube ich so um 13:00, 14:00 Uhr in die Presse. Und um 17:00 Uhr waren wir auf einem Meeting mit einem Zukunftsforscher, der über dieses Thema Wie kann ich nur Benzin für für für für Mobilität verwenden? Das ist alles so endlich und so umweltfragwürdig. Also, es war ein Tag, an dem viel los war. Und für uns dann erstmal ein positives Zeichen, weil das heißt, jetzt kam Elektromobilität als Alternative natürlich auf die Agenda. Und das

zweite Thema, was uns geholfen hat, war, dass wir das Thema Elektrobusse in dem Moment auftun konnten. Wir also gesagt haben, wir machen so einen kleinen Umweg. Wir machen jetzt nicht nur Ladelösungen für Pkw, sondern Wir bauen eine Ladeinfrastruktur für einen Regionalbusbetreiber auf, der zehn elektrische Busse eingeflottet hat. und dieses Projekt hat uns natürlich getragen und auch finanziell. weitergeholfen, sodass wir bis zum Frühjahr 2017 in guter Verfassung waren, also nach eineinhalb Jahren eigentlich ein gutes Team aufgebaut. Das Produkt war stabil und damit dann. vorhatten, in die

Fläche zu skalieren. Okay, und nochmal nachgefragt. Am Anfang ist es immer üblich, dass man, bevor man erst den ersten Kunden hat, dass die ersten Kunden fragen. Na, wo habt ihr das schon mal gemacht? Wie war das denn bei euch? Und wie habt ihr dann diese Zuversicht dem Kunden übermitteln können, dass er euch vertraut? in kleinen Schritten um. ganz pragmatisch, das zu beantworten. Bei den ersten Installationen standen wir alle dabei und haben mit dem Elektriker zusammen diesen Aufbau und das System sozusagen selber kennengelernt. Wir haben Erfahrungen

aus dem Energiemarkt gehabt, also Stromhandel, Stromlieferung. Das war uns bekannt, wie das funktioniert. aber sozusagen die pure Physik einer Ladestation mit Starkstromanschluss, mit Netzkopplung, mit auch Kommunikation zum Fahrzeug hin. Das war ganz, ganz konkretes Hands-on learning. Und weil wir diesen ersten Kunden eben hatten, der uns viel vertraut hat, weil er selber auch vor noch damals nicht so langer Zeit ein Start-up war. Ja, das war zwar damals schon eine Hundert-Mann-Firma auch, aber mit einem gewissen Verständnis und sozusagen auch Interesse an einem Start-up. hatten wir zumindest einen

Referenzfall. Mit den Bussen hatten wir dann noch einen Referenzfall. Und so konnten wir dann eigentlich schon als einen sehr frühen Kunden Siemens gewinnen und Das war dann wie eine Veredelung. Diese Referenz, die hat uns bestimmt geholfen. Gleichzeitig haben wir aber auch im Jahr 2017 festgestellt, dass wir zwar ein sehr gutes Lösungsangebot hatten, aber einfach nicht auf Augenhöhe mit Dax-Unternehmen sprechen konnten. sodass also bei vielen Verkaufsgesprächen die Erkenntnis war. auch ausgesprochenermassen von den Flottenmanagern oder Einkäufern auf der anderen Seite. Eure Lösung ist hervorragend. Die ist technisch

durchdacht, die ist wirtschaftlich interessant. Aber wir können als großunternehmen nicht auf ein Zehn-Mann-Startup unsere Elektrifizierung setzen. Und das war für uns dann ein Punkt, so auch Anfang 2017, um zu sagen Wir haben jetzt. Wir müssen an der Stelle irgendwas unternehmen. Wir müssen entweder uns unterschlüpfen bei einem großen. Unternehmen. oder wir müssen eine sehr starke Finanzierung zusammenstellen. oder wir müssen uns als White Label irgendwo anders verkaufen. und alles drei hat uns aber nicht so wirklich gefallen. Und so kamen wir am Ende auf ein Projekt, das wir

zusammen mit einem OEM ein großes Entwicklungsprojekt aufgesetzt haben, bei dem wir gesagt haben, es gibt von beiden Seiten finanzielle Mittel, aber vor allem auch diese inhaltlichen. Mittel, nämlich unser Wissen, unseres Skills und auf der anderen Seite einen gewissen Absatzmarkt und auch ein Entwicklungsinteresse. Und wir teilen uns einfach die Nutzungsrechte. und dieses Projekt hat sich sehr, sehr positiv entwickelt, ist auch viel größer geworden, als es ursprünglich angesetzt war, und hat uns da, glaube ich, einen sehr wichtigen Schub verliehen, sodass wir bis Ende 2017 dann eigentlich ein

sehr stabiles Geschäft hatten und mit 50 Mitarbeitern fast auch. ja ein richtiges kleines Unternehmen geworden waren. Hast du gesagt, 50, 50 Leute. Genau. Die anderen Optionen. Das schienen ja alles auch sehr sinnvolle Optionen zu sein. Vielleicht erinnerst du dich daran. Was waren die Punkte, wo du gesagt hast? Nee, absolut nicht. Lass uns was anderes suchen. also die Ansprache von Investoren hatten wir schon ziemlich früh begonnen. Das ist vielleicht auch für Leute, die jetzt zuhören und sowas vorhaben. Eigentlich eine wichtige Empfehlung. Man kann sofort mit Investoren

im Gespräch sein und bleiben, denn es ist ein langer Prozess, bis sich so ein Vertrauen aufbaut. und es ist fast nie zu früh, wenn man eine gute Idee hat, die auch zu kommunizieren und damit auch für sich selber zu testen. Wir hatten im Frühjahr 2017 eigentlich drei Optionen auf dem Tisch, sogar sehr konkret. Die eine wäre ein Einstieg eines Strategen gewesen. Das hat uns nicht gefallen, weil wir natürlich mit der Bewertung nicht zufrieden waren und auch nicht mit der Zukunftsperspektive so ganz behaglich uns fühlten. Die

zweite Option wäre gewesen, nochmal eine Angelrunde zu machen. Da hätte uns aber einfach sozusagen das Volumen nicht wirklich weitergebracht. Und die dritte Option war eben dieses Entwicklungsprojekt, bei dem wir schon auch natürlich ins. kalte Wasser gesprungen waren, weil der Unterschied war ja riesig. Wir waren einfach 1567 Mann-Firma. Und auf der anderen Seite war das ein Dax-Konzern. Also, wir wussten auch nicht, worauf wir uns da einlassen. Aber wir haben die Gelegenheit am Schopf gepackt und glaube für beide Seiten ein gutes Ergebnis erzielen. Ja, das ist spannend

Das glaube ich, treibt auch viele junge Unternehmen um. Wie man da gute Partnerschaften mit großen Corporates in dem Sinne dann auch erreicht. Klingt ja nach einem Erfolgsrezept. Was kannst du auch da in die Richtung empfehlen, was man da beachten sollte, damit es zu einem Erfolg wird. also natürlich formal gesehen vorher gut ausmachen, was gemeint ist. Und das hilft am besten, indem man auf der anderen Seite Leute hat, die fachlich auch im Bild sind, die gewisse Durchsetzungsfähigkeit haben in ihrem Bereich und auch Enthusiasmus für das Thema

Das zweite aber und eigentlich der wichtigere Punkt war. Wir haben bei uns in unserem Büro diesen Workspace eingerichtet. Und wir hatten sozusagen alle Leute, die an dem Thema gearbeitet haben, also sowohl die der Partnerfirma, unsere Leute und es gab noch externe Dienstleister. Wir haben die alle in einem Raum zusammengesetzt und haben diese Leute moderiert und bespaßt und gut behütet und gut verpflegt und so weiter und hatten damit ganz, ganz engen Kontakt einfach zum Entwicklungsgeschehen und zum Projektfortschritt zu der inhaltlichen Gestaltung. Und das war sehr, sehr

wichtig, weil wir ja in einem Gebiet waren, in dem man ja noch nicht wusste, wo die Reise hingeht und. Das könnte ich aus heutiger Sicht eigentlich auch wieder so empfehlen und würde das noch mal so machen, weil das auch zu unseren Gunsten einfach viel Gewicht erzeugt hat und damit viel Beeinflussbarkeit gibt. Ja. vielleicht die nächsten Schritte, die es dann gab ab dem Moment, um schon die Story mal ein bisschen zu teasern. Es kam ja zum Exit. Vielleicht gab es noch Meilensteine bis zum Exit, die du

noch sowohl Lowlights wie Highlights, die du noch erwähnen möchtest. wir. gut hatten, dann. immer Glück, dass wir sehr viel Talent, sehr viel attraktive. Arbeitsmöglichkeiten schaffen konnten und auch viele, viele gute Bewerbungen immer bekommen hatten. Also ich war selber immer wieder erstaunt, wie viel Wissen, wie viel Erfahrung diese jungen Leute mitgebracht haben, schon bei uns und mit wie viel Enthusiasmus und Selbstständigkeit und Begeisterung bei uns gearbeitet wurde. Das geht auch bis zu einer größe von 50 Mitarbeitern. Wunderbar, wenn man eben zusammensitzt, wenn man sich da viel

einbringt, einmischt. Und dadurch hatten wir unheimlich guten Spirit auch in der Firma. Wir haben geschafft, einfach unser Geschäft auszuweiten. Wir haben tolle Projekte gewonnen. Wir haben viel auf Veranstaltungen auch über unser Wissen erzählt und uns zeigen können. und wir waren 2018 dann eigentlich so weit, dass wir gesagt haben, wir brauchen jetzt so die nächste Stufe. Wir möchten einfach mehr in Infrastruktur investieren können. Wir hatten sogar so ein Verbriefungsvehikel aufgesetzt, also zum ersten Mal wahrscheinlich auch in dieser Finanzierungswelt, dass Ladeinfrastruktur finanzierbar und damit sogar leasing-fähig zum

Beispiel gemacht werden konnte. weil wir gesehen haben, das wird ein so riesiger Infrastrukturbedarf entstehen und So stammen wir also dann wieder an dem Punkt zu sagen Wie können wir das darstellen? Und was wir zwar 18, aber immer noch gesehen haben, war, dass Venture Capital sich nicht in diesem Bereich wirklich getraut hat oder den als noch immer sehr unklar gesehen hatte. Das ging los, dass viele das als reinen Energieverkauf gesehen haben. Ja, so eine Ladestation ist nichts anderes als ein Energieabgabepunkt. Und im Stromverkauf kann man nicht

Geld verdienen. Also da gibt es auch keine Innovation. Das war, glaube ich, so eine Lehrmeinung damals. Und die andere war, dass es immer noch Stimmen gab, die überhaupt die ganze Elektromobilität in Frage gestellt hatten. Ich denke, ich weiß nicht mehr genau, wann es war. Im Jahr des irgendwann im Laufe des Jahres 2018 hat VW dann diese All-electric Strategie ausgerufen und. Das halte ich so im Nachhinein auch für diesen Punkt, an dem dann eigentlich die Industrie sich darauf geeinigt hatte, zu sagen. Okay, also dann ist es

jetzt so, dann können wir auf das Thema investieren. und damit wurde das Thema interessanter für viele Investoren, Strategen auch und in unserem Fall war es so, dass die Stadtkraft im Laufe des Sommers 2018 auf uns zukam und sich, weil sie in Norwegen natürlich schon ein bisschen so in die Zukunft der Elektromobilität geschaut hat, Euphemismus zu benutzen. ein gutes Bild davon hatten, wie das aussehen könnte. Und für uns hat das gepasst, weil es zum einen jemand war, der natürlich auch die Kapitalkraft hatte, uns da voranzubringen, zum

anderen eben in Norwegen selber ein Ladelösungsgeschäft hatte und zum Dritten in Deutschland auch schon der größte Vermarkter erneuerbarer Energie war mit dem Windportfolio Solarportfolio. also da hat vieles zusammengepasst. Und für uns war das die einzige Chance, auch um also mit einem Strategen zu gehen, um diesen Sprung, die Skalierung, auch Internationalisierung realisieren zu können. Okay, interessant. Und nochmal jetzt mehr auf die Probleme und Lösungen und Technologie einzugehen. Was waren denn, wenn man so will, ein Portfolio eures Unternehmens. Die Wo hat es angefangen? Und wo hat's aufgehört

Welche Anwendungsfälle habt ihr denn so gedeckt? Mit genau unser. Unsere Uridee war ein Arbeitnehmer hat einen Dienstwagen und will den zu Hause laden können. und er würde in der Verbrennerwelt also eine Tankkarte haben, mit der Fährer zur Tankstelle. Die Kosten werden abgerechnet beim Arbeitgeber. Er hat nichts zu bezahlen. Es ist Mehrwertsteuerabzugsfähig. Es ist eine Betriebsausgabe und so weiter und. sozusagen. Dieses System wollten wir übersetzen auf Elektromobilität und haben gesagt, wir bauen beim Arbeitnehmer zu Hause eine Ladestation auf. Wir errichten einen eigenen Zählpunkt für die Stromlieferung

Wir liefern eigenen grünen Strom und wir rechnen das Ganze mit dem Arbeitgeber ab, sodass der Arbeitnehmer zu Hause Strom beziehen kann, wie er will für sein Privatwohnen. Er kann laden zu Hause sehr bequem. Er muss nicht in Infrastruktur investieren. Der Arbeitgeber muss das aber auch nicht, weil er eben auch das wie eine Betriebsausgabe als Service bekommt. Und der Grünstromnachweis ist auch auf jeden Fall erbracht, weil wir den Strom, den wir liefern, als Grünstrom eingekauft hatten. Also, das war diese Uridee. Und die hat eigentlich sehr weit

getragen und. Wenn du so willst. Nebenideen waren dann sowas wie Busladen, Depotladen wie Strom für Zuhause, wie öffentliches Laden ähm an selbsterrichteten Ladepunkten. Auch Beratung haben wir in gewissem Masse für Flotten gemacht. also. ein bisschen außen rum, aber Kernthema war, dieses Zuhause-laden zu entwickeln und in der Weise, dass man die Autos über Nacht dann lädt, wenn der Strommarkt günstige Preise bietet. Und diese Optimierung haben wir mit Algorithmen. Damals hat man noch nicht K gesagt. haben wir natürlich auch mit maschinenbasierten Einkaufsstrategien dargestellt und ein Stromportfolio bewirtschaftet

bei dem wir am Viertelstundenmarkt eingekauft haben, direkt am Viertelstundenmarkt. Also es ist ja auch für die Zuhörer. Es gibt ja den Spotmarkt, wo es eigentlich stündlich im Dayhead und im Intraday sind es dann eher 15-minütig auch, indem man. Und und wie und wart ihr dann Energieversorger selbst als ähm oder habt ihr dann mit Energieversorgern zusammengearbeitet? Ich glaube, es gab ja auch mal eine Veröffentlichung mit Next Kraftwerke, die in der bekanntesten virtuellen Kraftwerke ja auch in Deutschland waren. Da habt ihr ja zusammengearbeitet. genau. Also, wir hatten

selber den Status Energieversorger. Und wir hatten bei dem Thema sehr viel Erfahrung aus der vorherigen Firma, wo wir auch Energieversorger waren, im Bereich Gas und nicht Strom. Aber wir kannten uns mit diesen energiewirtschaftlichen Themen gut aus und sind deswegen auch gleich selbst Lieferant geworden. Wir wollten aber nicht alle Marktrollen und alle Marktprozesse selber gestalten. Und deswegen haben wir uns auch Partner gesucht und. Vor allem brauchten wir auch einen Börsenzugang sozusagen, also einen Mittler, der uns den Börsenzugang herstellt. diese Punkte und auch die Innovation oder diese

digitalen Angebote von Nextkraftwerke haben dann dazu geführt, dass wir uns da zusammengetan haben. Das heißt, wenn ich es richtig verstanden habe, hattet ihr schon ein ganz großes Paket an Dienstleistungen für verschiedene Arten von Flotten. Mein Verständnis des Marktes ist. Es ist schon kompliziert und damit so viele Themen. dranzugehen. Vor allem, wenn ihr so klein oder vom Unternehmen nicht so viele wart. Und jetzt insbesondere diese ganzen Sachen wollen ja Energieversorger in Deutschland oder die CPOs im Fachjargon Touchpoint Operator. Das sind dann so NBW oder Vattenfall oder

eben auch die Meers und Stadtkraft dieser Welt. Also ganz groß Shell, ganz große Unternehmen, wo ihr dann quasi im Wettbewerb auch gestanden seid. Ist das richtig verstanden? Genau, wobei man sagen muss. Zu der Zeit standen wir faktisch nicht im Wettbewerb, weil diese Ladelösung, die wir entwickelt hatten, von ganz wenigen Anbietern überhaupt realisiert worden war. Also dieses Zuhause Laden mit eigenem Zählpunkt ist bis heute kein sehr verbreitetes Thema. die Ladelösungen im Sinne von Wallbox verkaufen und Strom im Arbeitgeber abrechnen. Die wurden sehr populär in dem Jahr

17, 18, 19. Vor allem. Also ich würde sagen, am Anfang war einfach klar. Wenn wir ganz schnell sind, dann haben wir eine Weile eine Marktchance. Aber es war eben auch klar, man muss das Angebot entweder in dieses Komplettangebot einpacken und dann über intelligentes Laden, also über preisgesteuertes Laden zum Beispiel ähm eben für sich selber Wertschöpfung generieren. oder man muss sich in einer Nische eben weiterentwickeln. Und bei uns war damals schon abzusehen. Also wir wollen nicht in dieses Bereich in den Bereich öffentliches Laden gehen oder HPC-charging

für Unterwegs laden, sondern Wir wollten eben diesen Bereich Homecharging abdecken. Und perspektivisch hätten wir das weiterentwickelt, noch viel mehr im Sinne von Stromlieferung für Zuhause, Smart Home Dienstleistungen, flexible Stromtarife für Wärmepumpe für Klimaanlage, P-einbindung, also all diese Themen, die jetzt sehr, sehr aktuell sind. und wo man sich bestimmt in der Verbundleistung weiterhin entwickeln kann. Interessant. Ja. Und wie schaust du jetzt? Ich weiß nicht, ob du noch stark den Markt verfolgst. Und dann die Firma auch, wie sie sich entwickelt, beziehungsweise innerhalb dieser mehr Stadtkraft. Wie hat

sich das entwickelt? Dines Wissens, also die Firma und dann auch der Markt im Vergleich zu damals, als ihr angefangen habt, vor zehn Jahren. Also man kann sagen, dass inzwischen ein reifer Markt mit vielen Playern und vielen spezialisierten Angeboten entstanden ist. Auch auf der E-World kann man das eigentlich gut sehen, dass die Dienstleistungen immer spezialisierter auch einzukaufen sind. Wir haben die Stadtkraft noch unterstützt dabei, dass die deutsche Gesellschaft zusammen mit den anderen. Landesgesellschaften sozusagen harmonisiert wird. Und die neue Marke mehr wurde ja auch zu der Zeit

eingeführt. Mehr Solutions, also aus der Immobility, die war, glaube ich, sogar die größte Landesgesellschaft ist dann am Ende die mehr entstanden und die heute in Europa in mehreren Ländern als Ladelösungsanbieter aktiv ist. Und die Frage, wo bei mir die Reise hingeht, die ist auch für mich schwer zu beantworten, weil ich das jetzt von außen natürlich äh mache und die Frage sich dann eigentlich schon in die Richtung entwickelt. Wie wird der Markt für Ladelösungen in den nächsten Jahren aussehen? Und wenn du darüber spekulieren willst, oder so

einen Ausblick haben willst, dann sehe ich auf jeden Fall, dass sich mit. der Entwicklung in andere Fahrzeugflotten natürlich ganz neue Angebote ergeben werden. Wir haben jetzt seit letztem Jahr einfach Elektro-Lkw bis im Schwerlastbereich. Das ist eine völlig neue Kundengruppe. Die wird ganz andere Ladelösungen fordern. Wir sehen im Bereich. Digitalisierung. Also muss man immer noch so sagen, dass da endlich Schwung reinkommt in die Steuerung von Ladegeräten, Steuerung von Netz, Steuerung Einbau von stationären Batteriespeichern und so weiter. Also da gibt es noch ganz viele Möglichkeiten, diese Digitalisierung

des Energiemanagement zu optimieren. Und ich sehe dann auch, dass sich teilen wird im Bereich Ladeinfrastruktur, wahrscheinlich zwischen Leuten, die ein eigenes Netz haben und reinen Ladekartenanbietern. Also da muss sich jeder seine Nische suchen. Der eine ist vielleicht für Gelegenheitslader, für Privatleute, für Unternehmen, für große Flotten, kleine Flotten. Die weitestgehende Analogie, die ich sehen würde, ist, dass so ähnlich wie im Telekommunikationsmarkt verlaufen könnte, als am Anfang auch ganz viele Reseller da waren, die einfach Telefontarife verkauft haben und sich am Schluss natürlich beim Netz eine gewisse Konsolidierung

ergeben wird und bei den Angeboten zu den Nutzern hin einfach der B2B und B2C-Market sich stark teilen wird. Na ja, spannend. und ihr wart ja auch ganz früh unterwegs. Ja, beim Thema Energiemanagement. Diese Vision, die du da auch ähm beschrieben hast am Anfang, wo ihr dann EE Mobility gestartet habt. Ich nehme an, EE steht auch für erneuerbare Energien. Stand für Easy Electrics. Ach so, OK, bringe ich mal und äh vielleicht kann ich das auch noch kurz erklären. Wir wollten unbedingt gründen, dann ähm und hatten keine

Namen und haben uns gedacht, der. Es muss natürlich sowieso ein Name sein, für den es auch eine Domain gibt und so weiter. Und also an einer Stelle haben wir dann einen Cut gemacht und haben gesagt wir machen einfach e-mobility mit zwei E und nennen das Easy Electric oder einfach elektrisch. Und damit war der Findungsprozess erledigt. Siehst du, da kann man ja auch verschiedene andere Akronyme und. Wörter kommen. Und genau. Und wie siehst du auch das Thema? Die Energiewelt ist stark reguliert und Sachen passieren nicht so

schnell, wie man es sich erhofft. Also vor 2014 war das diese Idee gestartet. Und wir sehen immer noch, dass Bidirektionalität schwierig umsetzbar ist. Wie blickst du auf das Thema? Wenn ich es positiv ausdrücke, würde ich sagen, dass die Machbarkeit ist ja technisch da. Und dieser Trend wird sich nicht aufhalten lassen. Es gilt für bidirektionales Laden, genauso wie für Smart Meter oder intelligente Messsysteme. Diese energiewirtschaftlichen Hürden, oder sagen wir mal Unklarheiten. Die werden sich lösen, leider nicht so schnell wie erwartet. Aber der Druck auf das Stromnetz

nimmt ja aus jeglicher Sicht zu. Also sowohl die Nutzungsgrade, die Auslastung, die Verwaltung, die Kosten. Digitalisierung ist, denke ich, ein Weg, der sehr viele Themen lösen wird. Auf einmal. Also deswegen klar kann man sagen 2014 haben wir bidirektionales Laden und und Viertelstundentarife auf der Agenda gehabt. Und jetzt auf der E-World ist das immer noch ein aktuelles Thema, das nicht völlig gängig ist oder praktisch gar nicht wert, darüber zu reden. Aber ich sag mal, da habe ich die Hoffnung, dass wir das lösen werden. Ja, man muss

optimistisch bleiben bei bestimmten Themen. Und du hast eh Lkws erwähnt als spannendes neues Thema und Batteriespeicher. Vielleicht kannst du nochmal ergänzen, was was für Herausforderungen im Vergleich zu euren Pkw-busserfahrungen an Flotten jetzt mit diesen neuartigen Flotten beziehungsweise mit. noch mehr Energiemanagement Themen, die aufkommen. Jetzt. Was würdest du sagen? Was sind so die verschiedenen Herausforderungen? Ich denke. Man kann es erstmal natürlich ableiten vom heutigen Lkw- Fernverkehr, also die gefäße, sozusagen die Vehikel sind viel größer. Die Batteriekapazitäten sind das fünf bis zehnfache von Pkws. Die Fahrleistungen sind

das 56 siebenfache eines durchschnittlichen Pkws und die. Die Anforderungen sind insofern völlig anders, weil wir einen gewerblichen Verkehr haben, einen Fahrplanverkehr, einen ökonomisch viel planbareren Verkehr, das umgekehrt auch heißt, es wird ganz anders gerechnet. Also hier sind Kosten einfach transparent und werden klar berechnet werden. Und damit kann sozusagen auch die Opportunitätsrechnung Verbrenner versus Elektro ziemlich genau bestimmt werden. Das heißt, im Lkw-Bereich, würde ich sagen, kennen wir den Breakeven wissen, wohin die Reise da gehen wird und was das Laden anbelangt, also Ladeparks für Unterwegsladen zum Beispiel

muss das natürlich auch für einen Lkw-Fahrer-Setup passen. Also da werden die Ruhezeiten der Fahrer berücksichtigt werden im Sinne von Da will jemand essen oder duschen oder schlafen oder irgendwas anderes erledigen. Das ist ein ganz anderes Setup als meine Familie, die in Urlaub fährt und was essen will und Spielplatz zum Beispiel sich wünschen würde. Aber ich denke, im Prinzip ist sowieso beim Thema Ladeparks so, dass wir neben der Ladestation einfach ein Serviceangebot außenrum errichten müssen, damit dieser Ladevorgang eben attraktiv ist und damit dort auch. die Ladepreise

oder die Ladeangebote monetarisiert werden können. Gibt Sinn. Und beim Thema Netzanschlussleistungen. Siehst du da auch Themen, die, wo wir nicht genügend Ladeparks erstellen können für Lkws, weil das ja ganz schön große Leistungen auch sind, die auf uns zukommen. Gut. Bei Bussen waren es auch große Leistungen in Depots. Aber vielleicht sind die. Begebenheiten anders. Denkst du, das wird eine Sache sein, die uns in Probleme zuführt, oder wie schaust du da rauf? Das Thema Netzanschluss ist ja gerade auch viel debattiert und generell. ist Netzanschluss im Augenblick ein

knappes Gut. Ja, das hängt auch mit dem Netzausbau zusammen, hängt aber umgekehrt auch damit zusammen, dass wir eben im Sinne der Digitalisierung auf der Seite wenig Netzoptimierung betreiben können. Der gute Punkt ist, dass Batteriespeicher sehr günstig geworden sind. Also wir können einen Teil dieser Nachfrage und Angebotskurven, die nicht übereinander liegen, über Batteriespeicher oder Lastverschiebung glätten. Es wird aber natürlich schon so sein, dass wenn der Lkw-verkehr, also der elektrische Lkw-verkehr sich so entwickelt, wie man das im Augenblick glaubt. Enorme Leistungen an Lkw-Ladeplätzen verfügbar sein müssen. Und

da denke ich, wird es Lösungen geben müssen, die zum Beispiel in die Richtung gehen, dass man über Nacht einfach gesteuert lädt, dass das gleich verteilt ist, dass das äh ein Managed charging ist, dass man die Verzahnung mit lokaler Produktion äh gut macht, mit Windra, mit PV, dass man über Batteriespeicher da weiterkommt oder dass man eben auch Incentives schafft, und zu sagen. Ein Lkw ist unterwegs. Der könnte jetzt hier laden oder fünf Kilometer weiter oder in einer halben Stunde oder in zehn Minuten, und man das preislich

incentiviert und sagt Wenn du jetzt hier laden musst und der Netzanschluss hier aber knapp ist, dann kostet Laden eben mehr als an der anderen Stelle, wo gerade die Sonne scheint, der Batteriespeicher voll ist und jemand Energie abgeben will. Also diese Dynamisierung, die wird kommen. Und das Gute ist ja, dass wir hier in einem Bereich sind, der jetzt entwickelt wird, der von vornherein digital und vernetzt stattfinden wird. Und damit, glaube ich, können wir ganz viele Netzengpässe auch auf die Weise schon etwas entschärfen. Gibt's ja. Und jetzt

kommen wir mal kurz zum Jetzt und Ausblick auch. Was treibt dich gerade jetzt noch um nach dieser Erfahrung dann mit E Mobility. ähm, ich habe auch gesehen, dass du jetzt bei Green Code bist. Und du hast auch deine eigene Firma noch, äh, mit der du, glaube ich, berätst. Aber kannst du vielleicht mal sagen, was dich heutzutage umtreibt und was du so, wie du deine Zeit verbringst und was du, was so geplant ist in der in der Schublade sozusagen noch ist. Also zum einen besuche ich dich

gerne, um deine Ideen und äh deine Firma auch immer wieder zu sehen, ja, und äh zu sehen, wie du hier weiterkommst. Generell interessiert mich das Thema Energiemanagement, erneuerbare Energien und Elektromobilität weiterhin sehr viel. Ich bin zum anderen aber auch der Meinung, dass diese ganzen Erfahrungen des Gründens und Unternehmensaufbaus eine so wertvolle Erfahrung sind, dass es eigentlich schade ist, wenn man die einmal macht und danach nicht mehr damit noch was anderes damit machen kann. Also deswegen habe ich eben auch Interesse an Start-ups in einer ganz frühen

Phase, in der Seed-phase oder an auch Ideen, wo Leute MVP haben, einen guten Prototypen und den kommerzialisieren wollen, um da Unterstützung zu geben bei Business Development Strategie, Finanzierung, Investorenansprache und so weiter. Und ich stelle fest, dass einfach im Bereich Energie unheimlich viele tolle Ideen unterwegs sind. ähm und für mich ist dann die Kombination aus sozusagen ähm Gründungsberatung und der fachlichen Expertise eine gute Kombination, um etwas wiederzuentwickeln oder zu schaffen. Also diesen Antrieb habe ich weiterhin bei dem Aufbau neuer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Und da bietet die

Energiebranche einfach ganz viel Betätigung. Gibt's Sinn. Ja. Und ja. Was sind so Themen, die, wo du da eh Lkws und Energiemanagement. Sind das so deine Lieblingsthemen gerade oder gibt's da noch? Oder wir haben auch Batteriespeicher gesagt. Was sind so Themen, wo du da wirklich speziell interessiert bist. also ein Thema, das wir uns gerade näher anschauen, ist eben. Wie kann ich Batteriespeicher in Ladelösungen besser integrieren? Auch mit lokaler Stromproduktion? Kann ich das so schaffen, dass ich dieses Thema Netzanschluss eben in seiner Komplexität damit reduzieren kann. auf

der anderen Seite auch diese ganzen Fragen, wie ich Ladeangebot und Ladebedarfe zusammenbringe. Also wird's da einen Marktplatz geben, bei dem man Ladekapazitäten versteigern kann, bei dem man die buchen kann, bei dem man reservieren kann, bei dem vielleicht Themen auch eine Rolle spielen. Ich möchte das Auto laden mit garantiertem Grünstrom mit meinem eigenen Strom, den ich mitbringe, mit einer PV-Beteiligung, die ich an einem PV-Park habe. Ich denke, dieses ganze Matching von Ladebedarf und Ladeangeboten. Das ist ein Bereich, in dem man noch viel entwickeln kann und der

natürlich auch eine gewisse Grundgesamtheit braucht, die wir aber inzwischen haben, um da eine Effizienz zu erzielen. und dann vielleicht nochmal auf die Start-up-Erfahrung einzugehen. Du hast ja dann geexited. Vielleicht in dem Sinne. Was hast du an Tipps für für so in der Phase des Exits spezifisch, wie man da ein gutes Exit erreicht und andere große Tipps, die du vielleicht die Top drei Tipps, die du vielleicht für Gründen erfolgreich gründen, hättest für die Zuhörer. zum Thema Exit. kann ich erstmal aus der eigenen Warte sagen. Als wir

die Immobility gegründet haben, haben wir fast überhaupt nicht an den Exit gedacht. Das war gut und schlecht. Also gibt's für beides Argumente. Aber wir haben eigentlich ganz lange die Idee gehabt. Wir gründen diese Firma. Wir folgen diese Idee und wir hoffen, dass wir es realisieren können und wollen das unabhängig alleine machen. deswegen auch aus der Erfahrung heraus, also jede Finanzierungsrunde, auch die erste kleine ist gewissermaßen schon ein Schritt zum Exit. Es gibt eigentlich keine Transaktionsstruktur, fast keine, bei der man hinterher genauso unabhängig ist wie vorher

Das heißt, es gibt eine sozusagen aufbauende Konditionalität und Deswegen ist meine Erfahrung, aber auch meine Rede immer an so Gründer. Wenn du eine Finanzierungsrunde machst. Das ist von dieser Warte aus egal, ob man 20, 30 oder 51 % abgibt, weil es ist der Beginn einer Reise, die am Ende zu einem Exit führen wird. Und deswegen muss man sich einfach nur klar sein über seine eigenen Motive will ich reich werden, will ich. unabhängig bleiben. Will ich sozusagen mit einer guten Idee arm und klein bleiben. Halte ich

das aus, finde ich das gut. Gibt's auch viele Beispiele für Unternehmen, die auch mit 45 Leuten ein gutes Leben führen und lange gute Sachen machen. Oder geht's mir darum, ich will globalen Footprint. Ich will skalieren, ich will viel Prominenz. Ich will. eine große Firma aufbauen. Ja, das sind einfach Motive, die sich die Gründer am Anfang auch überlegen sollen und vor allem überlegen sollen, wenn sie in der Finanzierungsrunde sind, also mit welchen auch privaten Zielen verbinde ich diese Finanzierungsrunde gibt's in. Und letztlich für die Beim Podcast

geht's auch viel um Flotten und Fuhrparkleiter, die vielleicht jetzt in der Mitten Elektrifizierung sind oder gerade angefangen haben. Was sind so deine deine Top-ratschläge, was man da beachten sollte, um eine erfolgreiche Flottenelektrifizierung. Auf Basis von deiner Erfahrung? Also auf jeden Fall empfehle ich erst schon mal einen gewissen Enthusiasmus für das Thema. Sonst nähert man sich dem, glaube ich, mit einer falschen Motivation. und gleichzeitig aber bin ich völlig der Meinung, dass eine Elektrifizierung einer Flotte wirtschaftlich sinnvoll sein muss und zu den Use cases und den Anforderungen

der Nutzer passen muss. Ich denke, jeder hat in seiner Flotte einen Teil an Mobilität, die man elektrifizieren kann. Bei manchen wird der klein sein, bei anderen groß. Da muss keiner was überstürzen und sagen das muss alles elektrisch werden bis in 12 Monaten oder so, weil man muss einfach die geeigneten Fahrzeuge, die geeigneten Modelle, die geeigneten Lösungsangebote, die geeigneten Fahrprofile und so weiter matchen können. Und deswegen glaube ich, kein Flotmanager muss das übertreiben, sozusagen. Aber er soll sich so informieren, dass er praktisch einen gestaffelten Übergang im

Kopf entwickeln kann, weil ich glaube, dass Elektromobilität einfach die überwiegende Form der Pkw-Mobilität sein wird. Ja, bin ich bei dir. Und zu guter Letzt. Was? Ja. Wie kann man dich erreichen? Und wer soll dich auch gerne ansprechen? Was suchst du momentan? Was sind gerade jetzt deine Zielsetzungen? Jeder darf mich gerne kontaktieren zu Themen, die Gründung, Strategieentwicklung betreffen im Bereich Energie, erneuerbare Energie, Elektromobilität, alle Fahrzeugklassen, alle Lösungsangebote, alle Dienstleistungen rund um Charging rund um Energiemanagement. Man kann mich auf LinkedIn erreichen oder über dich, Claudio bestimmt. Da

bin ich auch gerne ein Sparringpartner. Ich diskutiere gerne neue Ideen und glaube, ich bin auch ganz geübt, inzwischen darin eine Vision darin zu erkennen zu können. Also sehr gerne offen für die Diskussion neuer Ideen. Ja. Super. Spannend. Danke dir, Klaus. Und schön, dass du hier dabei warst. Vielen Dank, Claudio. Ja, das war die Folge mit Klaus. Ich hoffe, sie hat euch gefallen. Ich finde das spannend, wie so ein Gründer zweimal gleich und zweimal zwei von zwei Firmen erfolgreich gemacht hat. Das ist einzigartig, wenn man vor

allem die Statistik von nur 10 % der Firmen, die gegründet werden, Schaffens sich sich vor Augen führt. auch unglaublich zu sehen, was es auch alles an Hintergründen gibt bei Gründern also jemand, der nicht Ingenieur war, hat dann in der Energiebranche und E-mobilität gegründet und ist auch super erfolgreich geschafft. Man spürt, dass Klaus auf jeden Fall viel Leidenschaft und Kompetenz und Enthusiasmus immer mit reinbringt in seinen in seinen Herausforderungen und dass er sich tagtäglich immer noch mit dem Thema beschäftigt, wobei er ja eigentlich vor schon über

zehn Jahren gegründet hatte und jetzt noch mal mit Vollblut dann dabei ist. Ich habe ihn übrigens auch kennengelernt. Schon vor längerem hatte mich inspirieren lassen von E Mobility kam über Next Kraftwerke ein Tipp von Jochen Schwill und weiteren Freunden, die ich dort hatte, mir den Tipp geben lassen und war dann ja mit ihm im Austausch. Und ich hoffe, ihr konntet was davon mitnehmen. Und ja, hört gerne rein. und in den nächsten Folgen. Wir haben spannende weitere Gäste vorhanden. Und falls ihr noch Tipps habt, zu wem

wir als nächsten Gast haben sollten, meldet euch. Ja, es wird spannend. Alles zum Thema Energiemanagement und Elektroflotten.